THC-P Wirkung 2026: Potenz, Effekte und Risiken im Überblick
THC-P fällt in Deutschland unter das NpSG und ist nicht verkehrsfähig.
- THC-P (Tetrahydrocannabiphorol) wurde 2019 entdeckt
- Bindet laut In-vitro-Studien bis zu 33-mal stärker an CB1-Rezeptoren als Δ9-THC
- Gilt als eines der potentesten bekannten Phytocannabinoide
- Klinische Humanstudien fehlen weitgehend - Wirkung beim Menschen nur eingeschränkt belegt
THC-P
Vollständiger Name
Tetrahydrocannabiphorol
Stoffklasse
Phytocannabinoid
Entdeckung
2019
CB1-Affinität
Bis zu 33x stärker als THC
Inhalt dieser Seite
Was ist THC-P und wie wirkt es?
THC-P (Tetrahydrocannabiphorol) ist ein 2019 von italienischen Forschern entdecktes Phytocannabinoid, das strukturell THC ähnelt.
- Längere Alkyl-Seitenkette mit 7 Kohlenstoffatomen statt 5
- Bindet im Labor bis zu 33-mal stärker an CB1-Rezeptoren als Δ9-THC
- Auch erhöhte Affinität zu CB2-Rezeptoren
- In Cannabis nur in Spuren enthalten
💡 Die stärkere CB1-Bindung erklärt theoretisch die intensivere psychoaktive Wirkung - bestätigt ist dies bislang vor allem in In-vitro-Tests, nicht in klinischen Humanstudien.
Wirkmechanismus von THC-P im Endocannabinoid-System
THC-P wirkt als Agonist an den Cannabinoid-Rezeptoren des Endocannabinoid-Systems (ECS).
- CB1-Rezeptor: Hauptsächlich im zentralen Nervensystem - vermittelt psychoaktive Effekte
- CB2-Rezeptor: Vor allem im Immunsystem - moduliert Entzündungsprozesse
- Die ungewöhnlich lange Seitenkette ermöglicht eine besonders stabile Bindung
Berichtete Effekte von THC-P
Anwender beschreiben THC-P-Effekte als deutlich intensiver und länger anhaltend als bei klassischem THC.
- Starke Euphorie und Stimmungsaufhellung
- Tiefe körperliche Entspannung
- Veränderte Sinneswahrnehmung
- Längere Wirkdauer im Vergleich zu Δ9-THC
- Bereits geringe Dosen können starke Effekte auslösen
Mögliche Nebenwirkungen von THC-P
Aufgrund der hohen Potenz ist das Nebenwirkungsprofil ausgeprägter als bei THC.
- Verstärkte Angst- oder Panikgefühle bei Überdosierung
- Trockener Mund, gerötete Augen
- Tachykardie (erhöhter Puls), Blutdruckschwankungen
- Sedierung, Konzentrations- und Koordinationsstörungen
- Erhöhtes Risiko unerwünschter Effekte durch unklaren Gehalt halbsynthetischer Produkte
Vorteile und Nachteile von THC-P
Vorteile
- Sehr hohe Rezeptoraffinität
- Sehr hohe Potenz laut Anwendern
- Wissenschaftlich interessantes Forschungsmolekül
- Länger anhaltende Wirkung als THC
Nachteile
- Kaum klinische Humanstudien
- Hohes Risiko für Überdosierung
- Meist halbsynthetisch - Reinheitsprobleme möglich
- Unklare Langzeitsicherheit
Gehalt und Aufnahme von THC-P
Hersteller geben den Gehalt je Produkt an; eine allgemeingültige Menge gibt es nicht. Bei oraler Aufnahme setzt die Wirkung verzögert ein, Zeitpunkt und Dauer sind individuell verschieden.
THC-P Fakten im Überblick
| Eigenschaft | Wert |
|---|---|
| Entdeckung | 2019, Italien |
| Vollständiger Name | Tetrahydrocannabiphorol |
| CB1-Bindungsaffinität | Bis zu 33-fach höher als Δ9-THC |
| Seitenkette | 7 Kohlenstoffatome |
| Psychoaktiv | Ja, sehr stark |
| Herstellung | Meist halbsynthetisch aus CBD |
THC-P im Steckbrief
| Merkmal | Angabe |
|---|---|
| Bezeichnung | Tetrahydrocannabiphorol (THC-P) |
| Stoffklasse | THC-Gerüst mit Heptyl- statt Pentylkette |
| Summenformel | C23H34O2, molare Masse 342,5 g/mol (PubChem) |
| Rechtsstand | THC-P fällt in Deutschland seit dem 27.06.2024 unter das NpSG und ist nicht verkehrsfähig. |
Summenformel und Masse: PubChem-Eintrag zu THC-P, abgerufen am 06.10.2026.
Fazit zur Wirkung von THC-P
THC-P gilt aufgrund seiner extrem hohen CB1-Affinität als eines der potentesten bekannten Phytocannabinoide. Die intensiven Effekte und die gleichzeitig dünne klinische Datenlage machen einen sehr vorsichtigen Umgang notwendig. Dieser Beitrag dient ausschließlich der Information und stellt keine medizinische Beratung dar.
Quellen und Rechtsgrundlagen
- NpSG Anlage 1 (Stoffgruppen neuer psychoaktiver Stoffe)
- § 3 NpSG, Verbote und Ausnahmen
- BtMG Anlage I (nicht verkehrsfähige Betäubungsmittel)
- BtMG Anlage II (verkehrsfähige, nicht verschreibungsfähige Betäubungsmittel)
- § 1 KCanG, Begriffsbestimmungen (Nutzhanf, CBD)
Links abgerufen am 05.10.2026. Keine Rechtsberatung; maßgeblich ist die jeweils geltende Fassung.
Häufige Fragen zu THC-P
Wie stark ist THC-P im Vergleich zu THC?
In-vitro-Studien zeigen, dass THC-P bis zu 33-mal stärker an CB1-Rezeptoren bindet als Δ9-THC. Die tatsächliche psychoaktive Wirkung beim Menschen ist nach Anwenderberichten deutlich intensiver, jedoch nicht linear 33-fach stärker.
Wovon hängt ab, wann die Wirkung von THC-P einsetzt?
Vor allem von der Aufnahmeform: Beim Verdampfen setzt die Wirkung meist schneller ein, oral verzögert. Die Wirkdauer wird in Anwenderberichten als länger als bei klassischem THC beschrieben und ist individuell verschieden.
Welche Nebenwirkungen hat THC-P?
Berichtet werden trockener Mund, gerötete Augen, erhöhter Puls, Schwindel, Sedierung sowie bei Überdosierung Angst- und Panikgefühle. Aufgrund der hohen Potenz ist das Risiko unerwünschter Effekte größer als bei THC.
Gibt es klinische Studien zur Wirkung von THC-P?
Bislang existieren überwiegend In-vitro-Studien und tierexperimentelle Untersuchungen. Belastbare klinische Humanstudien zu Wirksamkeit, Sicherheit und Dosierung fehlen weitgehend (Stand 2026).
Ist THC-P natürlichen Ursprungs?
THC-P kommt natürlich in Cannabis vor, jedoch nur in sehr geringen Spuren. Die meisten am Markt erhältlichen Produkte werden halbsynthetisch aus CBD hergestellt.
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